„Gemeinsam Klasse sein“ – unter diesem Motto haben sich die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs der Emmy-Noether-Schule gemeinsam mit ihren Klassenlehrerteams, der Schulsozialpädagogin Julia Scheinert und der Vertreterin des Multiprofessionellen Teams (MPT) Katja Timmermann auf eine dreitägige Fahrt in das Jugend- und Freizeitzentrum am Dümmer See begeben. Ziel der Fahrt war es, die Klassengemeinschaft zu stärken und ein deutliches Zeichen gegen Mobbing und Cybermobbing zu setzen. Möglich wurde diese Fahrt dank der großzügigen Unterstützung des Fördervereins der Schule.
„Gemeinsam Klasse sein“ ist nicht nur Motto, sondern zugleich der Name des Projekts, das während der Fahrt gestartet wurde und nun im Schulalltag fortgesetzt wird. Es hilft Schulen und Eltern dabei, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Kinder gerne zur Schule gehen und sich in ihrer Klasse sicher und wohlfühlen. Im Zentrum steht die Frage, wie Klassen präventiv und gezielt gegen Mobbing und Ausgrenzung vorgehen können.
Zur Vorbereitung auf die Fahrt haben die Klassenleitungen des 5. Jahrgangs eine Multiplikatorenschulung absolviert. So konnten sie vor Ort mit ihren Klassen in Übungen, Rollenspielen und Gesprächen erarbeiten, wie ein konstruktiver, respektvoller Umgang miteinander gelingt. Verschiedene Filme und Erklärvideos verdeutlichten, welche gravierenden Folgen Mobbing für Betroffene haben kann – und was jede und jeder Einzelne tun kann, damit es gar nicht erst dazu kommt.
Das erklärte Ziel: Jede Klasse soll eine stabile Grundlage für eine tragfähige Gemeinschaft in den kommenden Schuljahren entwickeln. „Uns als Schule ist eine gute Klassengemeinschaft, in der sich alle wohlfühlen, besonders wichtig – sie ist die Basis für erfolgreiches gemeinsames Lernen“, betonen Schulleitung und die Kollegen. Von Beginn an wolle man die Kinder bestärken, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen.
Neben den inhaltlichen Einheiten kam natürlich auch der Freizeitfaktor nicht zu kurz. Bei gutem Wetter wurden die Pausen auf dem Spielplatz verbracht oder für Ausflüge an den See genutzt. Abends sorgten die hauseigene Disco mit guter Musik, spannende Duelle am Kickertisch und unterhaltsame Gesellschaftsspiele für Abwechslung. Eine Nachtwanderung durfte dabei selbstverständlich nicht fehlen.
Ganz nebenbei erlebten die Fünftklässler, dass gemeinsames Spielen, Reden und Erleben auch ohne Smartphone funktioniert: Bis auf eine Stunde waren die Klassengemeinschaftstage für die Schülerinnen und Schüler eine handyfreie Zeit – und niemand vermisste den Bildschirm besonders. Mit vielen neuen Eindrücken, frischen Freundschaften und einer spürbar zusammengewachsenen Klassengemeinschaft kehrten die Fünftklässler müde, aber zufrieden nach Neuenkirchen zurück.
Fortgesetzt wird das Projekt „Gemeinsam Klasse sein“ in der kommenden Woche am Methodentag, an dem die begonnenen Inhalte im Schulalltag weiter vertieft werden.
