Du betrachtest gerade Entdeckungsreise durch die Naturwissenschaften und die Technik

Entdeckungsreise durch die Naturwissenschaften und die Technik

Anfang letzter Woche sind 70 interessierte Viertklässlerinnen und Viertklässler aus Neuenkirchen, Wettringen, Hauenhorst und dem Südraum Rheine der Einladung der Emmy-Noether-Schule Neuenkirchen gefolgt und haben sich am Nachmittag mit Themen aus den Bereichen Naturwissenschaften und Technik auseinandergesetzt. Dabei wurden sie von den Schülern der MINT-Kurse des 9. und 10. Jahrgangs unter Leitung von Simon Blumenröhr sowie weiteren Kollegen aus dem MINT-Bereich betreut. 

Ganz im Sinne der Namenstifterin der Schule Emmy Noether konnten die Gäste in Kleingruppen an insgesamt sieben Stationen eigenständig experimentieren, ausprobieren oder entdecken. Dabei beeindruckt jedes Jahr wieder, welche einfallsreichen Themen die jungen „Naturwissenschaftler“ des 9. Jahrgangs selbständig entwickeln, um die Gäste der ENS für MINT-Themen zu interessieren.

Emmy-Slime und Vulkane sowie Flammenfärbungen sorgen für Staunen Faszination bei Kugelfischen und wachsenden Regenbögen 

Ein besonderes Highlight war die Herstellung des „Emmy-Slimes“. Mit alltäglichen Haushaltsutensilien zauberten die Kinder glibberigen Schleim, den sie anschließend in leuchtenden Farben wie Rot, Blau, Grün oder Gelb einfärben konnten. Ebenso fasziniert waren sie von selbst gemachten Vulkanen. Mit Essig, Natron und Lebensmittelfarbe entstand ein magisches Farbspiel, das dem Original optisch ähnlich war. Spannung pur brachte das Experiment „Flammenfärbung von Metallen – Sylvesterraketen Hautnah“. Hier wurden von den Emmys des MINT-Kurses Salze oder Metalle entzündet und die Viertklässler blickten beeindruckt auf die züngelnden Flammen. In einem weiteren Experiment namens „Wachsender Regenbogen“ erlebten die Kinder, wie Chromatografie funktioniert. Mit Filzstiften und Wasser entstand ein farbenfrohes Spektakel, das die Prinzipien der Trennverfahren spielerisch erklärte. Aus Backpulver und Essig entstand CO₂, das einen Ballon wie von Zauberhand aufblähte. Durch kleine Verzierungen auf dem Ballon erinnerte dies so spielerisch an einen Kugelfisch.

Schleim und Zahnpasta für Elefanten

Verblüffen konnten ebenso Experimente aus dem Bereich der Stoffveränderung. Das erste Experiment mit einem newtonschen Fluid, besser bekannt als „Newton-Schleim“. Dieses faszinierende Material verhielt sich je nach Behandlung entweder flüssig oder fest und lud die interessierten Viertklässler zum Experimentieren ein. Zum Abschluss wurde ein Experiment gezeigt, bei dem aus Spülmittel, Hefelösung und Wasserstoffperoxid eine riskiere Menge Schaum entsteht, die sogenannte Elefantenzahnpasta.

Elektronik und Ballistik

Einfache Schaltkreise bauen und eine mit einem 3D-Drucker modellierte Drehplattform, auf die eine Balliste montiert wurde, die einen Stab gezielt abschießen kann, begeisterte die jungen Gäste der Schule, so dass sie sehen konnten, was man alles so lernen kann, wenn man sich für MINT-Fächer interessiert.

Langeweile kam an diesem MINT-Nachmittag bei keinem auf und die Stimmung war gut. So konnten sich die beteiligten Lehrkräfte wieder sehr über das besondere Engagement aller Schüler der ENS freuen. 

Die gastgebenden Schüler aus dem MINT-Kurs meisterten die Herausforderung gut, denn zum einen trainierten sie das selbstständige Erarbeiten und das Vertreten eines eigenen Themas, zum anderen wechselten sie die Perspektive vom Schüler zum Anleiter. Gefragt nach dem Hintergrund solcher Veranstaltungen unterstrich Simon Blumenröhr als Organisator dieser Veranstaltung und Lehrkraft des MINT-Kurses: „Deutschland lebt von den MINT-Berufen. Leider haben immer weniger Kinder und Jugendliche alltäglichen Kontakt zu den uns umgebenden Naturwissenschaften. Mit Hilfe dieser Tage soll das geändert werden. Wir wollen Freude am eigenstätigen praktischen Experimentieren, Entdecken und Herstellen von Gegenständen wecken.“ Ganz besonders viel Freunde machte allen beteiligten, wie unvoreingenommen die Kinder an die Arbeit gegangen sind. Mit viel Kreativität, Neugier und Teamarbeit gelang es, die Wissenschaft lebendig und greifbar zu machen.