Französisch auf Rädern für Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland
In der vergangenen Woche hielt das FranceMobil für die Französischkurse der Jahrgänge 7, 8, 9 an der Emmy-Noether-Schule in Neuenkirchen, um die Schüler für die französische Sprache und die Kultur zu sensibilisieren sowie ihr Interesse an grenzüberschreitenden Erfahrungen zu wecken. Die Französin Sarah Kroner ist 21 Jahre alt und für ein Jahr als begeisterte Lektorin mit ihrem FranceMobil in NRW unterwegs. Sie fand sofort Zugang zu den Schülerinnen und Schülern. Schnell sprang der Funken der Begeisterung über und die Lernenden stellten fest, dass sie schon viel mehr verstehen als gedacht. Denn zum Einsatz kamen dabei je nach Jahrgangsstufe Spiele, aktuelle frankophone Musik, Bilder, eben alles, was Spaß und neugierig macht. So scheuten sie sich auch nicht, unbefangen ihre Französischkenntnisse zu zeigen.
Auch die betreuenden Französischlehrkräfte Valérie Borkowski, Tim Hohmann und Inge Kellers-Hinkers sind überzeugt von dem Mehrwert, den eine solche Extra-Stunde bringt:„Das spielerische Lernen erleichtert den Zugang zu einer Fremdsprache enorm!“
Am Ende der jeweiligen Stunde gab es noch eine offene Fragerunde, die die Schülerinnen und Schüler gerne genutzt haben, um Madame Kroner alle möglichen Fragen zu Frankreich, der französischen Kultur und vor allem zum französischen Schulsystem zu stellen.
Wofür steht FranceMobil und welches Ziel wird verfolgt? Das Programm FranceMobil ist eine Initiative des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), des Institut françaisDeutschland und der französischen Botschaft in Deutschland. Die Kinder sollen dabei für die französische Sprache und Kultur sensibilisiert werden, denn Französisch ist eine der meist gesprochenen Sprachen in der Europäischen Union. Somit ist die Aktion eine Investition in die Zukunft, wenn die französischen Lektorinnen und Lektoren an die deutschen Schulen kommen.
Fazit dieser anderen Unterrichtsstunde: Französisch ist nicht schwerer zu erlernen als andere Sprachen und kann richtig Spaß machen!
Außerdem fördert eine solche Veranstaltung bei den Schülern das Interesse, am Ablegen des DELF-Diploms, was den Schülern an der Emmy-Noether-Schule angeboten wird. (siehe folgenden Text)
Übergabe der DELF-Diplome an der Emmy-Noether-Schule
Nun endlich konnten eine Schülerin und drei Schüler der ENS des abgeschlossenen Durchgangs ihre Diplome für die bestandene DELF-Prüfung (Diplôme d’Etudes en Langue Française) entgegennehmen.
Mit dem DELF bzw. DALF haben die Jugendlichen ein international anerkanntes Zertifikat des Ministeriums für Bildung, Hochschulen und Forschung, mit dem sie ihr Sprachniveau nachgewiesen haben. Das Sprachzertifikat DELF ist unbegrenzt gültig und attestiert die Beherrschung der vier Sprachkompetenzen Hörverstehen, Leseverstehen, schriftlicher und mündlicher Ausdruck. Mit dem DELF-Diplom in der Tasche können die Prüflinge den Fortschritt ihrer Sprachkenntnisse nachweisen und sie lernen auch gleichzeitig eine echte Prüfungssituation kennen. Die DELF A1 Prüfung überprüft und bescheinigt den Gebrauch der französischen Sprache in vielfältigen realistischen Situationen des alltäglichen Lebens. Die einzelnen Prüfungsaufgaben evaluieren die kommunikativen Kompetenzen sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Sprachgebrauch. Die schriftliche Prüfung wird in der Schule abgenommen und zum Bewerten nach Düsseldorf geschickt. Die mündliche Prüfung findet in Münster an einer Schule statt. Die Prüfer sind junge französischen Sprachassistenten. Um die Prüfung zu bestehen, braucht man mindestens 50 von 100 Punkten.
Das haben Hidaya Elling, Lea Termühlen und Mensur Sejdija mit Bravour geschafft, denn sie wurden effektiv darauf vorbereitet. In der DELF-AG bereitet die muttersprachliche Kursleiterin Valérie Borkowski die interessierten Schülerinnen und Schüler gezielt auf die Prüfungsanforderungen vor. Dabei stehen Wortschatzarbeit, Strategien zum Hör- und Leseverstehen und die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung im Mittelpunkt. Die Arbeit mit authentischen Prüfungsmaterialien hat sich für einen erfolgreichen Abschluss des DELF-Diploms bewährt.
Infokasten:
1. Teil: schriftliche Prüfung:
• Compréhension de l’oral (Hörverstehen) Schriftliche Beantwortung eines Fragebogens über mehrere kurze Hörtexte zu Alltagssituationen (zweimaliges Hören), max. Länge der Hörtexte: 3 Minuten
• Compréhension des écrits (Leseverstehen) Schriftliche Beantwortung von Fragebögen über mehrere Texte zu Alltagssituationen
• Production écrite (Schreiben) 1. Ausfüllen eines Formblattes oder eines Formulars 2. Verfassen von einfachen Sätzen (Postkarten, Mitteilungen, Bildunterschriften…) mit Bezug zu Alltagssituationen
2. Teil: Production orale (Sprechen)
• 1. gelenkte Unterhaltung
• 2. Austausch von Informationen
• 3. simulierter Dialog
Die schriftliche Prüfung wird in der Schule abgenommen und zum Bewerten nach Düsseldorf geschickt. Die mündliche Prüfung findet an einer Schule in Münster statt. Die Prüfer sind junge französische Sprachassistenten.
Um die Prüfung zu bestehen, braucht man mindestens 50 von 100 Punkten.
