An der Haltestelle wird geschubst und wenn beim Bus die Tür aufgeht, stürmen alle auf einmal rein. So sollte es nicht sein. Busfahren muss gelernt sein – nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Insassen. Mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule können viele Kinder nicht mehr zur Schule laufen, sondern müssen den Bus nehmen. Da ist es wichtig, dass sie lernen, sich im Bus richtig zu verhalten. Daher ist das Bustraining für den 5. Jahrgang zum festen Bestandteil in der Einführungswoche für die „neuen“ Emmmys geworden. In Absprache mit dem Lehrer Markus Nottebaum führt das Busunternehmen Husmann diese Schulung durch.
In der vergangenen Woche war es dann soweit. Im Beisein von Verkehrssicherheitsberaterin der KPB Steinfurt Vera Spies übernahmen die Busfahrerin Daniela Kendl mit Unterstützung von Petra Flaßkamp klassenweise die praktischen Übungen vor und im Bus. Die jungen Fahrgäste lernten Gefahrenquellen kennen und erlebten bei einer Demonstration, was ein „toter Winkel“ ist. Geübt wurde auch das Ein- und Aussteigen. Deutlich wurde, dass das Drängeln und das Mitlaufen bis zur Tür nichts bringt. Auch ist es gefährlich, zu weit am Rand zu stehen. Beim Einfahren in die Bushaltebucht fuhr der Bus über einen Schuh, in dem eine Kartoffel lag. Die zerquetschte Kartoffel beeindruckte die Fünftklässler: „Das könnte auch mein Fuß sein!“
Im Bus erklärte Daniela Kendl, wie man sich beim Bremsen verhält, wofür der Notfallhammer und die Kameras sind. Außerdem demonstrierte sie, wie man sich im Bereich der Türen verhält. Den Busschülern der fünften Klassen wird schnell klar, worum es hier geht. Man muss sich festhalten im Bus, besonders, wenn man nur einen Stehplatz hat.
Angesprochen wurde auch, wie man sich verhält, wenn mal Sachen im Bus liegen geblieben sind. Mit Freundlichkeit kommt man auf alle Fälle weiter. Die Fünftklässler waren mit viel Begeisterung bei der Sache. „Ihr seid jetzt die Vorbilder für alle anderen Buskinder eurer Schule“, schloss Daniela Kendl ihre Übungsstunde.
